10 Sicherheitstipps für Ihren PC

Nachfolgend finden Sie 10 Tipps die Ihnen helfen sollen die Sicherheit beim Arbeiten am PC zu erhöhen. Wenn Sie diese Tipps befolgen, haben Sie schon einen guten Schritt zur Vermeidung von Sicherheitsproblemen getan.

Schutz vor Schadprogrammen (Malware)

Unter dem Begriff Schadprogramme (engl. Malware) versteht man die Gesamtheit aller unerwünschten und schädlichen Programme wie Viren, Würmer, Trojaner, Spyware und weitere.
Eine auch für Laien einfach verständliche Erklärung, welche Arten von Schadsoftware es gibt, wie sich diese verbreiten und was Sie anrichten finden Sie in diesem Video des BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik).

Auf jedem PC sollte ein Malwareschutz installiert sein. Dieser sollte in der Lage sein, Viren, Trojaner, Würmer, Adware, Spyware und Rootkits zu entdecken. Bei Freewareprogrammen müssen teilweise mehrere Programme (Antivirus/Antispyware) installiert werden um alle Malwarekategorien abzudecken.
Um sich vor noch unbekannter Malware zu schützen können Sie auch ein sogenanntes Sandbox Programm oder beim Browser Firefox einen Scriptfilter wie NoScript installieren.

Anleitung zur Entfernung von Schadprogrammen finden Sie im Ratgeber Viren & Co des BSI.

Der Virenscanner muss regelmässig aktualisiert werden (Empfehlung: täglich) um einen ausreichenden Schutz zu bieten!
Auch der beste Virenscanner entdeckt nicht 100% aller Viren, seien Sie im Umgang mit e-Mail Anhängen, e-Mail Links und Downloads deshalb immer vorsichtig!

Personal Firewall

Installieren Sie eine Firewall auf dem PC.
Diese sollte nicht nur eingehende Verbindungen (wie die in Windows XP eingebaute), sondern auch Verbindungen von Ihrem PC nach aussen kontrollieren. So wird das Risiko minimiert, dass ein Schadprogramm Daten ins Internet sendet (z.B. Passwörter, SPAM-Mails).

Updates

Da Schadprogramme häufig über Lücken in veralteter und fehlerhafter Software in den PC eindringt ist es enorm wichtig, regelmässig Softwareupdates durchzuführen.
Bei Windows sollten die automatischen Updates aktiviert sein. Ebenso wichtig ist es Anwendungssoftware (z.B. Office, Acrobat Reader, Skype etc.) immer aktuell zu halten. Nutzen Sie hierzu falls vorhanden die Aktualisierungsfunktionen der Software oder informieren Sie sich regelmässig auf der Webseite des Softwareherstellers, ob eine neuere Version erhältlich ist.

Datensicherung

Um bei einem Sicherheitsvorfall abgesichert zu sein, sollten Sie Ihre wichtigen Daten regelmässig z.B. auf eine externe Festplatte sichern.

Unersetzliche Daten wie Urlaubsfotos gehen bei Hardwaredefekten oftmals unwiederbringlich verloren. Denken Sie deshalb an eine regelmässige Sicherung Ihrer Daten auf einen Datenspeicher wie CD, DVD oder externe Harddisk.

Eingeschränktes Benutzerkonto

Richten Sie unter Windows XP für das normale Arbeiten ein Konto ohne Administrator-Berechtigungen ein. Unter Windows Vista sollten Sie die Benutzerkontensteuerung aktiviert lassen. Dies verhindert häufig eine Infektion mit Schadsoftware.

Zugangsdaten

Speichern Sie Kennwörter und andere Zugangsdaten wenn überhaupt nur in einer verschlüsselten Passwortdatenbank. Wählen Sie genügend lange und komplexe Passwörter und wechseln Sie diese regelmässig.

e-Mail

e-Mail ist das am häufigsten benutzte Mittel um Schadsoftware zu verbreiten und betrügerische Absichten auszuführen. Deshalb sollten Sie bei unbekannten Mails niemals Anhänge öffnen oder auf darin enthaltene Links klicken.
Mails die z.B. vermeintliche Lotteriegewinne oder schnelle finanzielle Erfolgsaussichten (z.B. Finanzagenten) versprechen, sind mit grösster Sicherheit betrügerisch und dienen dazu, Sie um Ihr Geld zu bringen. Löschen Sie solche Mails und beantworten Sie diese auf keinen Fall!
Bedenken Sie, dass der Absendername gefälscht sein kann und keine Garantie für den tatsächlichen Absender darstellt. Fragen Sie im Zweifelsfall lieber nochmals beim vermeintlichen Absender nach, ob er wirklich der Absender des Mails ist.

Phishing und Social Engineering

Phishing und Social Engineering sind Techniken, um Ihre Gutgläubigkeit für betrügerische Absichten auszunutzen.
Häufig werden Phishing Mails so abgefasst, dass bei Ihnen Ängste ausgenutzt werden sollen. So wird Ihnen z.B. eine Kontensperrung angedroht, falls Sie nicht Ihre Kontendaten zur Überprüfung angeben. Ebenfalls beliebt sind Mails mit Links zu angeblichen Neuigkeiten über Katastrophenmeldungen.
Solche Mails sollten immer gelöscht werden! Ihre Bank wird Sie nie per Mail nach Zugangsdaten fragen und Neuigkeiten sollten besser aus vertrauenswürdigen Quellen bezogen werden.
Beim Social Engineering werden Kenntnisse über Ihre Person und psychologische Tricks für Betrugsabsichten ausgenutzt. Aus diesem Grund sollten Sie so wenig persönliche Informationen wie möglich über Ihre Person im Internet publizieren.
Seien Sie auch bei telefonischen Anfragen vorsichtig, auch hier wird oft versucht Sie zur Herausgabe von vertraulichen Informationen wie Kontenzugangsdaten zu verleiten.

Downloads

Seien Sie bei Downloads aus dem Internet vorsichtig. Achten Sie darauf, Software von einer verstrauenswürdigen Quelle herunterzuladen, wie z.B. der Webseite des Herstellers.
Bei Downloads von sogenannten Warez oder Hacker Seiten und Dateitauschbörsen (P2P) ist Vorsicht geboten, da diese nicht selten Viren enthalten.

Drahtlose Übertragungstechniken

Drahtlose Übertragungstechniken sind bequem, können aber bei falschem Einsatz zu Sicherheitsproblemen führen.
Wenn Sie zu Hause ein WLAN Funknetzwerk betreiben, so sollten Sie dieses immer verschlüsseln (Empfehlung WPA/WPA2 Standard), sonst können Fremde sämtliche übertragenen Daten mitlesen und auch Ihren Anschluss mitbenutzen.
Auch bei anderen drahtlosen Techniken wie z.B. Bluetooth ist Vorsicht geboten. Diese sollten nur im Bedarfsfall aktiviert werden, da sich Unberechtigte Zugang zu Ihrem Notebook oder mobilen Gerät verschaffen könnten.